Telekom rudert zurück und bleibt doch die Drosselkom

14. Juni 2013
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Telekom rudert zurück und bleibt doch die Drosselkom

Als die Telekom bekanntgab, dass die schöne Flatrate in der jetzigen Form nicht mehr mit der Telekom zu machen ist und dass eine Volumengrenze eingeführt wird, war der Aufschrei groß. Das Geschrei war so laut, dass sich am 24. Juni 2013 sogar der Petitionsauschuss mit dem Thema Telekom und Drosselung beschäftigt. Nun versuchte der Konzernchef, ein wenig zurückzurudern.

Moderatere Drosselung


Die Ruderschläge der Telekom sind spürbar im Netz zu spüren gewesen, von einer Entspannung bei der Internetgemeinde kann jedoch keine Rede sein. Die Drosselung der Geschwindigkeit (nach Überschreitung des Datenvolumens) soll nun nur auf noch 2 Mbit/s stattfinden. Ursprünglich sollte die Beschränkung gar nur 384 kbit/s betragen. Man hat sich also doch um einiges nach oben bewegt bei der Drosselung.
Die Bewegungen waren jedoch moderat und befriedigen kaum jemanden. Filme aus Onlinevideotheken lassen sich in HD-Qualität mit 2 Mbit/s alles andere als sinnvoll streamen, 6 Mbit/s wären bei diesen Aktivitäten angebracht.

Guter Kunde, besserer Kunde


Mit der eigentlichen Drosselung nicht genug. Die Telekom unterscheidet bei der Drosselung nach wie vor, was die Kunden gebucht haben. Wer nur 16 Mbit/s gebucht hat, der bekommt bereits nach 75 GB die Zwangsbremse angelegt, wer 200 Mbit/s buchte, wird erst bei einem Verbrauch von 400 GB formschön ausgebremst.

Und noch eins bleibt sehr zweifelhaft: Das hauseigene Internetfernsehen der Telekom, Entertain, bleibt unangetastet – hier wird kein Volumen „abgezogen“. Die Netzneutralität ist so immer noch in Gefahr, was unter anderem ein Grund für die Massenproteste ist.

Im übrigen...


...laut Pressemitteilung vom 12.06.13 soll es auch eine echte Flatrate geben, natürlich zu ganz anderen Kosten und Tarife für Familien sind ebenfalls im Gespräch. Vertragsbestandteil ist die Drosselung aber bei allen Vertragsabschlüssen ab 2. Mai 2013. Die Drosselung soll hingegen erst 2016 greifen.

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