RIM Playbook: Deutliche Kritik am Blackberry-Tablet

18. April 2011
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RIM Playbook: Deutliche Kritik am Blackberry-Tablet

Das hatte sich Research in Motion, kurz RIM, Hersteller der einst so erfolgreichen und auf Business orientierten Blackberry Smartphones, sicher anders vorgestellt: Mit seinem Playbook, dem ersten hauseigenen Tablet, kündigte der Hersteller einen erst zu nehmenden iPad-Konkurrenten an; und zwar wesentlich deutlicher als andere Hersteller, denn RIM veröffentlichte Mitte November letzten Jahres ein "Beweisvideo", dass das Playbook schneller arbeite als Apples iPad. Nun allerdings haben diverse US-Medien testen dürfen: Engadget und die Cnet stellen fest, dass das Tablet unausgereift sei, das Wall Street Journal (WSJ) erklärt das Playbook sogar zum Blackberry-Accessoire.

Laut Tony Cripps, Analyst im Hause Ovum, habe das Playbook allerdings seine Stärken; so sei die Webnutzung ein Pluspunkt und Cripps erklärt, dass es "nicht unbedingt klug" sei, "ein solches Gerät in Bezug auf Anwendungsszenarien in eine Schublade zu stecken". Und war RIM einst der Meinung, das Playbook könne die Konkurrenz generell in die Tasche stecken, lautet das Statement vom RIM-SEO Jim Balsillie heute:

"Viele Leute, die es wollen, wollen es als sichere und kostenfreie Erweiterung zu ihrem Blackberry". Schließlich könne man das Playbook mit dem Blackberry verbinden, um so Mails, SMS oder Telefonfunktion auf dem größeren Display zu nutzen. Als Hintergrundinformation: RIMs Playbook bietet keine Möglichkeit, an Mails, SMS und Telefonfunktion heranzukommen, es sei denn, man synchronisiert es mit dem Blackberry. Ob Balsillies Erklärung, das Playbook als Ergänzung zum Blackberry zu sehen, so sinnvoll ist, sei dahingestellt: Zum einen schränkt der Hersteller seine Zielgruppe damit ungemein ein, denn ohne Blackberry lässt sich mit dem Tablet offenbar wenig anfangen, zum anderen muss es Verbrauchern wirtschaftlich schon sehr gut gehen, wenn sie sich ein Accessoire für 499,99 US-Dollar bis 699,99 US-Dollar zulegen. Die Marktanteile, die Apple mit dem iPad, Samsung mit dem Galaxy Tab oder auch HTC mit seinem Flyer für sich gewann, wird Balsillie so jedenfalls nicht anfechten können.

RIM Playbook & Blackberry

Bild: RIM Playbook & Blackberry

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