Motorola Xoom: Enttäuschende Verkaufsergebnisse fürs Android-Tablet

07. April 2011
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Motorola Xoom: Enttäuschende Verkaufsergebnisse fürs Android-Tablet

Mit dem Motorola Xoom wurde vom Hersteller und dem Suchmaschinengiganten Google das erste Tablet entwickelt, das mit der für Tablets entwickelten Android-Version 3.0 alias Honeycomb ausgerüstet ist. Erwartet wurde, dass damit ein Produkt erscheint, dass eine Alternative und gleichzeitig Konkurrenz für Platzhirsch Apple mit seinem iPad entsteht - der Versuch gilt allerdings als fehlgeschlagen. Dabei funkelte Hoffnung in den Augen der Branchenbeobachter: Die technische Ausstattung stimmt, das OS wurde entsprechend optimiert, der Erfolg bleibt bislang dennoch aus, wie eine Analyse der Deutschen Bank nun zeigt:

Innerhalb der ersten zwei Monate nach Verkaufsstart haben es gerademal 100 000 Exemplare geschafft, einen neuen Besitzer zu finden. Zum Vergleich: Allein am ersten Verkaufstag schaffte es das Apple iPad vor zirka einem Jahr auf gigantische 300 000 Exemplare. Die Branche hatte erwartet, dass der Start für das Motorola Xoom deutlich erfolgreicher verlaufen wird - im aktuellen Jahr sollten mit einem erfolgreichen Start zwischen drei bis fünf Millionen Xoom-Tablets abgesetzt werden.

Das Branchenmagazin Wired hat sich genauer mit dem Thema auseinandergesetzt und sieht den schwachen Start im Preis begründet: Um die 800 US-Dollar verlangt Motorola für das Gerät. An der Funktionalität kann es nicht scheitern, im direkten Vergleich der jeweiligen Feature-Liste würde diese das iPad schlagen, aber selbiges wird in der Einsteigervariante in zweiter Generation schon für 500 US-Dollar feilgeboten, während das erste iPad für unter 400 US-Dollar zu haben ist. Hinzu kommt, dass seitens Motorola die Auslieferung diverser Features versprach, die bislang noch nicht auf dem Xoom angekommen sind. Dazu gehört auch Flash-Unterstützung - dass diese auch beim iPad fehlt, wird seit dem Start des Tablets bemängelt; Motorola hätte dies als Vorteil nutzen können.

Mag die Feature-Liste grundsätzlich auch attraktiv wirken, überzeugt das Motorola Xoom in Praxistests nur bedingt, so bemängelt die Chip beispielsweise, dass das Display zu stark spiegelt, der Cardreader deaktiviert ist, Android 3.0 "nicht durchgängig verständlich" ist, Flash nicht unterstützt wird, das Scrolling recht ruckelig läuft und der Preis sehr hoch ist. Dem stehen mit der Doppelkern-CPU und HDMI-/USB-Port nur zwei Positiv-Punkte gegenüber.

Motorola Xoom

Bild: Motorola Xoom

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