Kino.to durch Polizei abgeschaltet

09. Juni 2011
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Kino.to durch Polizei abgeschaltet

Millionen User haben sich seit Jahren über die Webseite kino.to illegalerweise mit verbotetenem und urheberrechtlich geschütztem Material an Filmen und Serien versorgt. Auf der Internetseite wurden illegale Streams von Filmen und Serien geboten, die die Nutzer per Link jeweils direkt abrufen konnten. Das Anschauen solcher Streams befand sich in vielerlei Köpfen als rechtliche Grauzone, da in diesem Bereich ja kein offizieller Download statt gefunden hatte. Allerdings wird durch einen Streamingvorgang auch ein Zwischenspeicher auf dem heimischen Rechner angelegt, in dem sich Datenfragmente befinden. Heute wurden von Ermittlungsbehörden in den Niederlanden, Deutschland und Frankreich insgesamt 13 Menschen verhaftet. Nach einem weiteren wird noch gefahndet. Über 250 Polizisten, Steuerfahnder und Spezialisten im Bereich der Datentechnik durchsuchten mehr als 20 Geschäftsräume, Wohnungen sowie Rechenzentren. Koordiniert wurde die Aktion von der Integrierten Ermittlungseinheit Sachsen (Ines). Diese wurde tätig aufgrund einer Strafanzeige der GVU, die für die Fahnung nach urheberrechtlich geschütztem Material zuständig ist. Laut Angaben der GVU entstand durch die Webseite kino.to der Filmindustrie ein Schaden in Höhe eines siebenstelligen Euro Bereichs, da die Seite täglich über 4 Millionen Besucher hatte. Die Seite wurde bereits seit Jahren strafrechtlich verfolgt, allerdings bislang ohne jeden Erfolg. Dies lag vor allem daran, dass die Domain .to auf der Insel Tonga ansässig ist, und diese keine Domaininhaber Daten heraus geben. Der eigentliche Durchbruch in den Ermittlungen sei den Ermittlern jedoch dadurch gelungen, dass die Betreiber der Seite selbst mit den Streaminginhalten in Verbindung gebracht werden konnten. So gab die GVU bekannt, dass einige Filehoster durch die Inhaber der Seite selbst gegründet worden sein sollen. Offiziell sprach der Verband in seiner Pressemitteilung dann von einem "arbeitsteiligen parasitären Geschäftsmodell".

www.polygamia.de

Bild: www.polygamia.de

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