Digital-Verstärker und Boxen: Minimalistische Soundwunder

20. September 2010
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Digital-Verstärker und Boxen: Minimalistische Soundwunder

Sie sind winzig, kompakt gehalten und man kommt nicht umhin, sich beim Anblick heutiger Verstärker zu fragen, wie deren knappes Volumen es mit dem fünfzigfachen Rauminhalt aufnehmen will. Ist es ein Digitalverstärker, dürfte das kein Problem werden. Denn seine Bauart verspricht höchste Wirkungsgrade bei größtmöglicher Kompaktheit. Aber: Digitale Verstärker haben unter Audioenthusiasten nicht den besten Ruf. Sie sind eher da zuhause, wo es wirklich auf kompakte Maße ankommt - im heimischen Wohnzimmer hingegen darf es ruhig audiophil aussehen, technisch und ansehnlich, nicht kompakt.

Es gibt aber Hersteller, die sich in der Pionier-Rolle sehen, Kompaktes auch in die heimischen Wohnzimmer zu integrieren, wie Itmoeok Media Ltd., ein Unternehmen aus Hongkong, der seine Produkte jetzt auch hierzulande feilbietet. Sein Credo: Audiophile Kleinigkeiten können großen Sound bieten. Und so stellt der Vollverstärker TA-10.2-SE ein solches Gerät dar: Auf winzigen Maßen von 12 x 5,8 x 3,8 cm kostet das Gerät 229 Euro (UVP). Der Preis ist okay, die Abmessungen sind immens kompakt - aber die Bauteile sind hochwertig. Und eben darauf kommt es bekannter Maßen an. So bildet das Herzstück ein Verstärkerchip aus dem kalifornischen Santa Clara aus dem Hause Tripath. Das Netzteil für die 12-Volt-Stromversorgung wurde ausgelagert und auch das kommt dem Sound nur zugute.

Der TA-10.2 glänzt auch äußerlich mit seinem solide wirkenden Aluminiumgehäuse, seinen Buchsen ist die Hochwertigkeit auch rückseitig anzusehen. Ansonsten zeigt sich der Verstärker eher spartanisch: Frontseitig finden sich Lautstärkenregler und eine im Betrieb blau leuchtende Diode. Rückseitig kommt ein Kippschalter für Ein / Aus hinzu, ein einziger vergoldeter Cinch-Eingang will eine Hochpegelquelle aufnehmen und eine massive Schraubklemme ist geeignet, ein Lautsprecherpaar anzuschließen. Zugegeben: Minimalismus in Sachen Anschlussmöglichkeiten könnte potenzielle Käufer abschrecken. Aber der Hersteller hat mitgedacht: Ab Herbst gibt es optional den ank audio A-12 für eine UVP von 99 Euro - ein Kästchen, das auf 18 x 4 x 8 cm Platz findet und als Umschaltstation fungiert. Drei Hochpegelquellen können so insgesamt angeschlossen werden; weiter enthält das Gerät eine Phonovorstufe, sodass auch Plattenspieler an den TA-10.2 angeschlossen werden können. Wer mehr will, interessiert sich zusätzlich wahrscheinlich für den ank audio A-14: Der reine Phonoverstärker erlaubt es, jeweils einen Plattenspieler mit MM- und einen mit MC-System anzuschließen.

Der TA-10.2 kann sich nun aber nicht mit Power brüsten, die einen niederschmettert: Auf 2 x 15 Watt an 4 Ohm oder 2 x 10 Watt an 8 Ohm bringt es das Klangkörperchen. Deshalb wäre ihm eines gegönnt: Lautsprecher mit einem hohen Wirkungsgrad - sprich: Geringe Leistungsanforderungen. Wenn dies berücksichtigt wird, reichen die 10 beziehungsweise 15 Watt für Klassik- und Jazzfans allemal - passend erscheinen beispielsweise Boxen des Franzosen Focal.

Focal machte sich Anfang der 80er einen Namen, als die berühmte und teure Utopia-Baureihe auf den Markt kam - aber es gibt auch kleineres und vor allem günstigeres Audio-Equipment im Angebot des Franzosen. Beispielsweise die Serie Chorus 800 V, die rund 840 Euro kosten und die als gute Ergänzung zum Verstärker passen. Mit einem Wirkungsgrad von 92 Dezibel ein guter Fang.

Wer auf High-End-Hörgenuss steht, wird durchaus in der Lage sein, sich seinen Sound aus verschiedenen Komponenten selbst zu suchen. Allerdings genießen auch Menschen ohne technischen Background ganz gerne klaren Sound - die Kenntnisse, eine Anlage so selbst zusammenzustellen, können aber fehlen. Hier eignen sich dann Komplettsets, die unter anderem Teufel anbietet.

Itmoeok Media Ltd. TA-10.2

Bild: Itmoeok Media Ltd. TA-10.2

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