Amazon USA: Digitale Bücher verkaufen sich besser

23. Mai 2011
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Amazon USA: Digitale Bücher verkaufen sich besser

Als der internette Versandhandel Amazon 1995 startete, war es ein reiner Online-Shop für gedruckte Bücher. Später kamen multimediale Inhalte hinzu; heute kaufen Kunden sogar Lebensmittel im Abo online. Amazon kann sich damit rühmen, zu einem der bedeutendsten Shops weltweit zu gehören.

Heute ist noch etwas anders: Wie der Online-Versandhändler in einer Pressemitteilung erklärte, verkaufte Amazon in den USA erstmals mehr E-Books als die bedruckten Exemplare. Im Zeitraum zwischen dem 01. April und dem 19. Mai wechselten 100 Druckexemplare, aber 105 Kindle Books ihren Besitzer, wobei in der Zählung ausschließlich Kaufexemplare berücksichtigt wurden. In Großbritannien zeichnet es sich ähnlich ab: Ein Jahr nach Marktstart des Kindle Stores UK sind gebundene Bücher auch in England hinter den Digital-Ausgaben.

Dieser marginal wirkende Unterschied von fünf verkauften Exemplaren binnen 1,5 Monaten erscheint bedeutsamer, wenn man weiß, dass die nötige Hardware, das Kindle, nicht das Mainstream-Format epub versteht, außerdem mit gängigen Kopierschutzmaßnahmen nicht zurechtkommt. Bedeutet: Wer den Kindle als E-Book-Reader nutzen will, bindet sich an Amazon. Ob das Konzept auch hierzulande aufgeht, wird sich zeigen müssen: Am 21. April verkündete Amazon, dass der "Kindle-Shop mit der größten eBook-Auswahl Deutschlands" starte. Im Kindle-Buchshop finden sich mehr als 650.000 Titel inklusive 71 Spiegel-Bestsellern und Klassiker in Hülle und Fülle. 

Hardware-seitig stehen der Kindle Wireless Reader als reine WiFi-Variante mit 6"-Display für 139 Euro (UVP) oder der Kindle 3G Wireless Reader, ebenfalls mit 6"-Display, zusätzlich aber mit globalem 3G für 189 Euro (UVP) zur Verfügung. Der Online-Shop betont auf den Produktseiten, dass der Kindle eBook-Reader Amazons Bestseller Nr. 1 sei und die meisten 5 Sterne-Bewertungen aller zum Verkauf angebotenen Produkte hätte. Dass das nicht als reine Verkaufstaktik genutzt wird und seinen Ursprung haben muss, versteht sich. Allerdings erklärt die kostenlose Kindle Lese-App ein bisschen besser, weshalb sich digitale Bücher mittlerweile zahlreicher verkaufen als gedruckte: Die App ermöglicht es, das Leseformat auch auf dem iPad, iPod touch, iPhone, Android-Smartphones, PC und Mac zu lesen..

Amazon Kindle eBook-Reader

Bild: Amazon Kindle eBook-Reader

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