Musik-Streaming: Der Sound aus der Wolke

13. September 2010 - 12:13 – bz
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Musik-Streaming: Der Sound aus der Wolke

Gerade im Heimkino-Bereich gehört es fast schon zu den Selbstverständlichkeiten, dass per DLNA oder anderen Möglichkeiten gestreamt wird - sowohl Musik als auch Videos und Bilder. Kein Wunder also, dass das Streaming im Allgemeinen die Musiklandschaft radikal veränderte und sowohl Hersteller von Hardware als auch Plattenlabels und die Musikindustrie sich anpassen müssen. Zwar brechen die Umsätze im Musikbusiness zusammen, andererseits eröffnet das Internet allerdings ganz neue revolutionäre Dimensionen.

So eben auch das Streaming, bei dem die Songs nicht mal mehr heruntergeladen werden müssen. Es gibt Portale, die es erlauben, für Flatrates mit monatlichen Kosten zwischen 7 und 15 Euro Musik zu streamen - Millionen Songs stehen zur Auswahl. Damit entstehen eben auch für die Wirtschaft neue Möglichkeiten:

Durch den Abschluss der Flatrates können sich Portale ihrer Kunden relativ sicher sein. Seitens des Musikhörers liegen die Vorteile ebenfalls auf der Hand: Zu einem monatlich festen Beitrag lassen sich unendlich viele Songs hören, ohne dass man sich entscheiden muss, ohne die Festplatte vollzumüllen und - großer Vorteil: Diese kann ruhig kaputt gehen, die Songs bleiben erhalten, weil sie online gestreamt wurden. Klar, dass allerdings die Musik nur solange erhalten bleibt, wie man bei dem Streaming-Dienst angemeldet ist. Diverse Musikdienste, darunter Simfy, Steereo, Spotify, Pandora oder Rhapsody, sind dabei, die Streamingangebote deutlich zu revolutionieren - und damit auch das komplette Musikbusiness.

Lag zum Start des Streamings noch allgemein Skepsis vor, wich diese zunehmend der immer stärkeren Nutzung der Streamingdienste. Damit gleich mit wachsend: Die Hoffnungen der Musikindustrie. Die Zahlen zeigen diese Tatsachen: Pandora zählt bereits um die 57 Millionen Nutzer - fast 50 Prozent davon hören die Musik auch am Smartphone. Täglich, so tönt es vom Anbieter selbst, kämen rund 100.000 Besucher dazu. Und damit ist es nur absehbar, dass sich weitere dem Trend anschließen, so erwarten Experten, dass auch Apples iTunes bald einen Streamingdienst starten wird.

Auch kostenfreie Streaming-Dienste wuchern aus den Tiefen des World Wide Web; hierzulande mit am bekanntesten dürften last.fm, grooveshark.com oder blip.fm sein. Hier werden vereinzelt auch kostenlose Downloads feilgeboten - eine Tatsache, die den Druck auf die Branche erhöht. Nebst den Erwartungen, die an Apple gestellt werden, ist auch von Google eine hauseigene Lösung zu erwarten: Der Suchmaschinenriese befindet sich wohl schon in der Vorbereitung für einen eigenen Streamingdienst. Noch in diesem Jahr soll dieser starten und Insider vermuten, es könne sich um einen kostenlosen Dienst handeln. Google finanziert sich gerne über Werbung - es bleibt zu erwarten, dass diese Art fortgesetzt wird.

Musik wird trotz all dem nicht zur kostenlosen Ware werden; so wird es weiterhin Portale geben, die Downloads anbieten, für die gezahlt werden muss. Der Weg geht in Richtung Mischformen: Diverse Songs können kostenlos angehört, andere kostenpflichtig heruntergeladen werden. So macht es auch Sinn: Nicht jeder mag Streaming, nicht jeder den Download von Musik - mit einer gesunden Mischung kann die Branche weit mehr Verbraucher ansprechen.

Spotify

Bild: Spotify

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